Der Grundbach - Gewässerentwicklung mal anders

Der Grundbach - Gewässerentwicklung mal anders

Der Grundbach entspringt zwischen Pellingen und Lampaden am Fuße des Dreikopfs, fließt durch Franzenheim und vorbei an Hockweiler in Richtung Trier-Kernscheid. Danach erreicht er Trier-Olewig und fließt nach Trier-Heiligkreuz und mündet in den Olewiger Bach. Der Bach hat sich über die Jahre bereits tief in das Gelände erodiert. Eine Überschwemmungsfläche gibt es nicht mehr und so fließt er bei Hochwasser ungehindert das Tal hinunter und bringt das Geschiebe mit bis in den Ortsteil Olewig. Die Stadt Trier hat im Rahmen der Gewässerunterhaltung am Grundbach nach neusten ingenieurbiologischen Erkentnissen, Maßnahmen durchgeführt, die dies verhindern sollen.
Mit Hilfe von Buhnen, Totholz und Beaver Dam Analogs wird das Gewässer nun auf natürliche Art und Weise dazu gebracht, das Material zur Sohlanhebung quasi selbst einzubauen. Langfristig soll der Bach bei Hochwasser hier wieder über die Ufer treten dürfen. Die eingebauten Stämme sehen so aus, als ob sie hier immer schon gelegen hätten. Ein natürliches Fließgewässer birgt 30% Totholz; wir haben hier nachgeholfen. Das erste Hochwasser hat bereits gezeigt, wie schnell sich das Gewässer positiv entwickeln kann. 

 

Ein toller Kurzbericht auf Instagram von der Stadt Trier bringt es dem Interessenten nah. Herr Harald Ostermann (Dipl. Geograph) erklärt darin, warum es so wichtig ist Gewässer zu renaturieren. Zitat:

"Dass die Mosel bei Hochwasser gefährlich werden kann, ist klar, aber was kann ein harmloser kleiner Bach schon anrichten?💦 Tja, in schlechtem Zustand leider eine ganze Menge! Doch wenn wir dem Bach helfen, sein Ökosystem aufrechtzuerhalten, helfen wir am Ende auch uns selbst.🤝

Diplom-Geograf Harald Ostermann vom Amt Stadtraum nimmt euch mit an den Grundbach oberhalb von Kernscheid. Hier hat die Strömung sich in den letzten Jahren ziemlich tief in die Erde gegraben. 🌧️ Wenn es stark regnet, rauscht das Wasser ungehindert durch den schmalen Kanal, reißt dabei Geröll und Sediment mit sich und lässt nur noch Lehm zurück, in dem es kaum mehr Lebewesen gibt.

So landen nicht nur jährlich 1.000 Tonnen Sediment unten im Stadtgebiet, die großen Wassermengen kommen auch viel zu schnell unten im Tal an und können dort Hochwasser verursachen.🌊

Gemeinsam mit einer Fachfirma sorgen wir deshalb dafür, dass der Bach sich stattdessen besser oben in den Wiesen ausbreitet und keine so zerstörerische Kraft aufbauen kann. Dabei helfen ganz natürliche Materialien, wie sie rund um den Grundbach ohnehin vorkommen: umgestürzte Bäume, Äste und Steine.

So bringen wir das Ökosystem in dem Gewässer wieder auf Trab und machen ein Hochwasser in Olewig weniger wahrscheinlich."🏘️ 🌈

Schauen sie mal rein, es lohnt sich!

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